Amphibien

Histologie der Amphibien

Amphibien gelten gemeinhin als "urtümliche Landwirbeltiere", deren Frühformen evolutionsgeschichtlich direkt aus quastenflosserartigen Fischen hervorgegangen sein sollen. Unabhängig davon, wie genau der Übergang von bestimmten Fischformen zu vierbeinigen Landlebewesen (Tetrapoden) ablief, zeigen histologische Untersuchungen, dass auch hier der Aufbau der Gewebe oft mit denen der Säugetiere, Reptilien und Vögel in einen Zusammenhang gebracht werden kann. Selbstverständlich gibt es auch hier wieder Abweichungen und Besonderheiten, zumal längst nicht alle Amphibien zwischen den Lebensräumen Land und Wasser wechseln: Es sind voll terrestrische Amphibien bekannt.

Ganz allgemein gilt aber, dass die meisten Amphibienvertreter im Laufe ihres Lebens zwei Phasen durchlaufen: eine Larvalphase, bei der sie als "Kaulquappe" im Wasser leben und dort über Kiemen den Sauerstoff aufnehmen, sowie eine Adultphase, in der sie vorwiegend an Land leben und Luftsauerstoff über ihre Lungen atmen. 

Histologisch von besonderem Interesse ist bei Amphibien der Aufbau der Haut (diese dient zu einem entscheidenden Anteil auch der Respiration), und der Aufbau der Lunge, die zwar schon viele Lungenbläschen (Alveolen) und Verzweigungen der Luftröhre (Trachea, Tracheolen) aufweist, jedoch nicht an den Verzweigungsgrad der Tracheolen der Reptilien- und Säugetiere herankommt. Daher ist die Fläche der Lunge bei Amphibien deutlich kleiner, und die Respiration muss durch die Hautatmung unterstützt werden, was den abweichenden histologischen Aufbau der Haut erklärt.

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