Histologie der Ctenophora / Rippenquallen

Histologie und Körperbau der Ctenophora

Die Kamm- oder Rippenquallen (Ctenophora) haben in histologischer Hinsicht noch viel Ähnlichkeit mit den ersten Metazoen, die in der Rekonstruktion als "Gallertoide" bezeichnet werden. 

Ihr voluminöser Körper besteht durchweg aus faseriger Gallerte. Zwei Tentakel fangen mit Hilfe spezieller Zellen die Nahrung; Nesselkapseln wie bei den Cnidariern gibt es hier jedoch nicht. Gegenüber der Ausgangskonstruktion steigerten sich Schwimm-Leistung und Richtungs-Steuerung enorm, indem sich die Cilien als Platten („Cilien-Kämme“) in acht Bändern (Rippen genannt) anordneten; (je größer der Körper, desto weniger wirksam ist der Schlag gleichmäßig verteilter Cilien zur Fortbewegung). Damit konnten die Tiere eine weit über die der urtümlichen schwimmenden Gallertoide hinausgehende Körpergröße erreichen. Nur bei den Medusen finden sich nochmals weitaus größere Formen, da diese gar keine Cilien mehr benötigen, sondern per Muskelkontraktion sehr viel größere Wassermengen für den Vortrieb verdrängen.

 

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