Histologie der Echinodermata

Echinodermen (="Stachelhäuter") besitzen die im Tierreich wohl absonderlichsten Körperformen. Während nahezu alle anderen Organismen einen bilateralsymmetrischen Körperbau aufweisen sind die Echinodermen fünfstrahlig symmetrisch (pentaradial-symmetrisch) und im Falle einiger nur fossil bekannter Formen sogar ganz und gar asymmetrisch aufgebaut. Trotzdem gehören sie zur Großgruppe der Bilateria, und nicht etwa zu den wenigen Nonbilateria-Gruppen (z.B. Coelenteraten). Sie haben den bilateralsymmetrischen Aufbau also sekundär wieder verloren.

Die außergewöhnliche Körperform und der Körperbau mit vielen harten, kalkigen, Skelettelementen macht es auch für den Laien möglich, Echinodermen von anderen Organismen zu unterscheiden. Zumindest Seeigel und Seesterne sind allgemein bekannt. Schwieriger wird es hier schon bei Seegurken und Seelilien. Speziell fossile Seelilien werden oft für Pflanzen gehalten, doch handelt es sich um Vertreter der Echinodermen, die einen besonderen Körperbau aufweisen.

Zur Histologie der Echinodermen gibt es eigentlich nur ein bedeutendes Werk, das mehrbändige Lehrbuch von Otto Haman, erschienen Ende des 19. Jahrhunderts. Danach sind nahezu keine – oder nur sehr wenige – histologischen Arbeiten an  Echinodermen durchgeführt worden. Dies liegt unter anderem daran, dass die mit kalkigen Skelettelementen versehenen Körper auch schwer histologisch zu bearbeiten sind.

Bei entsprechender Vorbehandlung und gezielten Entkalkungsverfahren, bzw. Einbettung in Kunststoffen, können auch von Echinodermen brauchbare histologische Präparate hergestellt werden.

 

 

 

 

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