Histologie der Enteropneusta

Histologie der Enteropneusta (Eichelwürmer)

Die Enteropneusten oder Eichelwürmer nehmen in der Zoologie eine besondere Stellung ein. Ihre evolutionsgeschichtliche Stellung ist dahingehend umstritten, dass sie noch heute in vielen Lehrbüchern an die Basis der Chordaten gestellt werden, obwohl sowohl histologische und konstruktionsmorphologische Erkenntnisse als auch bestimmte molekularbiologische Daten für eine abgeleitete Position sprechen.

Histologische Untersuchungen dieser Tiergruppe gibt es nur wenige. Wir zeigen hier daher einige Beispiele von Enteropneusten-Schnitten, die im Rahmen längerer Forschungsprojekte entstanden sind. Diese Schnitte zeigen die charakteristische Körperkonstruktion eines zwar wurmartig aussehenden, in seinem Körperbau aber von frühen Chordaten abzuleitenden Organismus (demnach wurde die Chorda sekundär reduziert!). 

Besonders auffällig ist das Muskelgitter in der sich peristaltisch bewegenden Eichel und in dem Kragen, während der Bereich des Kiemendarmes und des Hinterleibes nur von Längsmuskeln und äußerst schwach ausgeprägten Ringmuskeln durchzogen ist. Dieser Aufbau ist ihm Rahmen einer evolutiven Spezialisierung auf das Graben im lockeren Sediment zu erklären.

 

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