Fische

Fische sind evolutionsgeschichtlich aus einfachen Chordaten entstanden, wurmartigen Organismen, deren Körper durch eine Längsachse – die Chorda dorsalis – stabilisiert war. Heutzutage gibt es mit Branchiostoma eine repräsentative Gattung mit wenigen Arten (am bekanntesten B. lanceolatum), welche dem hypothetischen Bauplan dieser schlängelschwimmenden Fisch-Vorläufer entsprechen.

Branchiostoma hat eine Chorda und Flossensäume, sowie viele seitliche Kiemenspalten. Evolutionsgeschichtlich entspricht dies quasi der Situation, die schon vor rund 500 Millionen Jahren bestanden hat. 

Fische sind als eine auf Schwimmoptimierung hin weiterentwickelte Form dieser urtümlichen Chordaten anzusehen. Die Längsachse ist durch Knorpel und Knochen versteift und stabilisiert worden, der Körper ist seitlich abgeflacht, es bildeten sich Flossen und im Kopfbereich ein kräftiger Kiefer- und Kiemenapparat aus: Dies bedeutet die Entstehung der Wirbeltiere (Vertebraten).

Histologisch finden wir bei Fischen weitgehend denjenigen Aufbau, der auch bei den  später entstandenen Wirbeltiergruppen bekannt ist: Echte "Skelettmuskulatur", also Muskeln mit einer Querstreifung und Kontraktionsbegrenzung, und einen Muskel-Bindegewebe-Skelett-Apparat. 

 

 

 

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